Co-Creation in der Content-Produktion –

Warum Make-or-Buy nicht alles ist

09. Dez. 2025 | 5 Minuten Lesezeit

Dr. Kim Füllenbach
Projektleitung

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  • Warum die klassische Make-or-Buy-Entscheidung in der Content-Produktion nicht mehr funktioniert
  • Wie Co-Creation Zeit, Budget und Ressourcen optimal kombiniert – mit drei konkreten Praxisbeispielen

Co-Creation in der Content-Produktion: Warum Make or Buy nicht alles ist

Seit über 15 Jahren entwickeln wir bei youknow digitale Lerninhalte für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen. In dieser Zeit hat sich eines immer deutlicher gezeigt: Die klassische Make-or-Buy-Entscheidung funktioniert in der Praxis selten so eindeutig, wie sie klingt. Zwischen „alles selbst machen“ und „komplett auslagern“ liegt ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten – und genau dort entstehen oft die besten Ergebnisse. In diesem Artikel zeigen wir, warum starre Produktionsmodelle an ihre Grenzen stoßen und wie Co-Creation Unternehmen hilft, Lernprojekte schneller, besser und ressourceneffizienter umzusetzen.

Make oder Buy? Die Theorie ist einfach – die Praxis nicht

Auf dem Papier ist die Entscheidung klar: Entweder produziert die L&D-Abteilung Lerninhalte selbst (Make) oder sie beauftragt eine Agentur (Buy). In der Realität sieht es anders aus:

  • Mal gibt es nur grobe Inhalte oder eine Ideensammlung.
  • Mal liegt ein fertig ausformuliertes Drehbuch vor.
  • Die verfügbaren Ressourcen, Zeit, Budget, Kapazitäten, variieren stark.
  • Der Anspruch reicht von schnellen Prozessschulungen bis zu Story-basierten Trainings mit Gamification-Elementen.

Hinzu kommt: 60 Prozent der L&D-Abteilungen scheitern an begrenzten Ressourcen. Gleichzeitig wächst der Anspruch – und die Frequenz, mit der neue Inhalte entstehen sollen.

Mit anderen Worten: Make oder Buy alleine sind selten die richtige Antwort. Dazwischen liegen zahlreiche Optionen, die viel besser zu den realen Rahmenbedingungen passen.

Der Make-Weg: Flexibel, aber oft unterschätzt

Eigenproduktion klingt zunächst attraktiv: schnell, unabhängig und kosteneffizient – gerade mit zunehmender Unterstützung durch KI-Tools. Doch es zeigt sich immer wieder: Die technische Umsetzung ist selten das Problem. Die eigentliche Herausforderung liegt in der didaktischen Qualität. Wenn Fachexperten Content neben ihrem Tagesgeschäft erstellen sollen, fehlt häufig:

  • Zeit
  • didaktisches Know-how
  • Konsistenz in der Qualität

Hinzu kommt: KI kann unterstützen, aber sie ersetzt nicht die Erfahrung im Instructional Design.

Der Buy-Weg: Entlastend, aber nicht immer praktikabel

Die komplette Auslagerung an einen Dienstleister löst das Ressourcenproblem – zumindest auf den ersten Blick. In der Praxis entstehen aber neue Hürden:

  • Der Abstimmungsaufwand wird oft unterschätzt.
  • Full Service passt nicht immer ins Budget.
  • Wertvolles Wissen über Lernstrategien bleibt extern. Kurz gesagt: Auch der Buy-Weg ist keine Universallösung.

Co-Creation: Der individuelle Mix aus Eigenleistung & Expertise

Aus über 15 Jahren Projekterfahrung haben wir eine zentrale Erkenntnis gewonnen: Zwischen Make oder Buy liegen viele praktikable Wege – und einer davon passt zu Ihrem Projekt. Wir nennen das Co-Creation: eine stufenlose Zusammenarbeit, bei der sich Ihr Team und unsere Experten die Aufgaben flexibel und bedarfsgerecht teilen. Co-Creation orientiert sich nicht daran, was Sie brauchen, sondern daran, was Sie erreichen wollen.

Die Co-Creation-Skala: Stufenlose Flexibilität

Um diese Flexibilität greifbar zu machen, arbeiten wir mit einer stufenlosen Co-Creation-Skala. Sie reicht von nahezu vollständiger Eigenproduktion der Lerninhalte (mit punktueller Unterstützung) bis zur kompletten Entwicklung durch youknow.

Es gibt keine Pakete, keine starren Modelle, keine One-size-fits-all-Lösung. Jedes Projekt wird individuell betrachtet.

Drei Beispiele aus der Praxis

Szenario 1: Eigenproduktion mit professionellem Feinschliff

  • Ausgangslage: Ein Fachexperte hat klar strukturierte Inhalte, aber wenig Erfahrung in didaktischer Aufbereitung oder visueller Gestaltung.
  • Lösung: Die Inhalte entstehen im KI-gestützten Autorentool knowtion. Wir übernehmen den didaktischen und visuellen Feinschliff.
  • Vorteil: Schnelle Umsetzung, geringere Kosten, hohe Qualität – und knowtion erleichtert die Erstellung zusätzlich durch didaktische Unterstützung.

Szenario 2: Skalierung durch Know-how-Transfer

  • Ausgangslage: Es sollen viele ähnliche Trainings entstehen (z. B. 20–30 Module). Ziel: langfristig selbst produzieren können.
  • Lösung: Wir entwickeln ein erstes Training als Benchmark. Danach begleiten wir die Fachexperten mit Templates, Coachings und Qualitätschecks auf dem Weg zur eigenständigen Produktion. Vorteil: Langfristiger Kompetenzaufbau im Team, skalierbare Produktion, verlässliche Qualität.

Szenario 3: Von der PowerPoint zum Lernerlebnis

  • Ausgangslage: Die Inhalte liegen als klassische PPT vor, das Ergebnis soll jedoch ein erlebbares, kreatives Training mit Storytelling und Interaktionen werden.
  • Lösung: Wir analysieren die Lernziele, entwickeln ein didaktisches Konzept mit Erlebnischarakter und setzen das Training um – eng abgestimmt mit der Fachexpertin.
  • Vorteil: Ein Training, das wirklich nachhallt – ohne dass intern didaktische oder kreative Expertise aufgebaut werden muss.

Wie Co-Creation funktioniert – und was sie bringt

In der ersten Beratung geht es uns nie nur um die Frage "Was brauchen Sie?". Wir wollen verstehen: Was wollen Sie erreichen? Dabei analysieren wir die Projektsituation ganzheitlich – vom Anspruch über verfügbare Ressourcen bis zu langfristigen Zielen. Aus dieser Analyse entwickeln wir einen individuellen Mix, der konkrete Vorteile bringt:

  • Qualität auf verschiedenen Ebenen: Von KI-gestützter Didaktik in knowtion über Feedback-Schleifen bis zum Review durch Instructional Designer
  • Geschwindigkeit durch Skalierung: Nach initialem Setup beschleunigt sich die Produktion erheblich – besonders bei größeren Content-Volumina
  • Know-how-Transfer als Mehrwert: Aufbau eigener Instructional-Design-Kompetenz durch die Zusammenarbeit
  • Technologische Flexibilität: Funktioniert mit knowtion, Storyline, Rise oder anderen bevorzugten Tools

Entscheidend ist: Die Lösung passt zur Situation, nicht andersherum.

knowtion: Das Tool, das Co-Creation leicht macht

Technologie allein macht noch keine gute Co-Creation. Aber das richtige Tool kann den Unterschied machen – und genau dafür haben wir knowtion entwickelt.

Im Gegensatz zu klassischen Autorentools, die oft komplex und nur für Profis geeignet sind, setzt knowtion auf Intuitivität und KI-Unterstützung. Das Ziel: Fachexperten ohne Vorkenntnisse sollen hochwertige Lerninhalte erstellen können – mit didaktischer Qualitätssicherung direkt im Tool. Das macht knowtion zum idealen Werkzeug für Co-Creation-Projekte.

Fazit: Die beste Lösung liegt selten an einem Ende der Skala

Die Zukunft der Content-Produktion ist weder Make noch Buy – sondern ein individueller Mix aus beidem. Ein Mix, der Ihre Ziele, Ressourcen und Prozesse berücksichtigt.

Wie organisieren Sie Ihre Content-Produktion? Wenn Sie herausfinden möchten, wie viel Make, wie viel Buy und wie viel Co-Creation für Ihr Projekt sinnvoll ist, sprechen wir gerne darüber. In 30 Minuten lässt sich gut erarbeiten, welcher Mix zu Ihrer Situation passt.

Dr. Kim Füllenbach

Über die Autorin

  • Learning Consultant und Projektleiterin
  • Promotion in Psycholinguistik
  • Kunden: u. a. Lamborghini, Porsche AG, MAN Energy Solutions
  • Bei youknow seit 2024

Mehr über Kim

Kreisbild von Annalena Moritz

Annalena Moritz
Account Manager

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Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie viel Make, wie viel Buy und wie viel Co-Creation für Ihr Projekt sinnvoll ist. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch – in 30 Minuten wissen Sie, welcher Mix für Sie der richtige ist.

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