Seminare digitalisieren: Von der Präsenz ins Digitale

25. August 2020 5 Minuten Lesezeit E-LearningTipps & Tricks

Friedl Wynants
Geschäftsführer

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  • Wie Sie pragmatisch mit E-Learning starten können
  • Worauf Sie bei der Digitalisierung Ihrer Lerninhalte achten sollten
  • Wie Sie Ihre Mitarbeitenden ins Boot holen

Warum digitalisieren?

Digitalisierung, New Work und lebenslanges Lernen sind längst keine Buzzwords mehr, sondern prägen den Arbeitsalltag vieler Menschen. Die Corona-Pandemie verstärkt und beschleunigt diese Trends nun zusätzlich. Mitarbeitende arbeiten zunehmend auch aus dem Home-Office und die Reisetätigkeiten nehmen ab, wodurch Distance Learning an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig halten neue Technologien rasend schnell Einzug und die Mitarbeitenden müssen kontinuierlich befähigt werden, diese auch anzuwenden.

Im Zuge der Effizienz setzen daher immer mehr Unternehmen auf digitale Weiterbildung und suchen nach pragmatischen E-Learning-Lösungen, die leicht Akzeptanz finden und flexibel einsetzbar sind.

Digitalisierung von Lerninhalten: Checkliste

Sie setzen bisher primär auf Präsenzschulungen und möchten diese jetzt digitalisieren? Das geht mit einem gewissen Aufwand einher und setzt gute Planung voraus. Aber keine Angst, Sie können auch klein anfangen: Brechen Sie Ihr Seminar in mehrere Blöcke runter und starten Sie zum Beispiel mit der Digitalisierung einzelner Lernblöcke. So können Sie Ihre Seminare nach und nach digitalisieren und aus jedem Teilprojekt dazu lernen.

Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich selbst ein paar wichtige Fragen beantworten:

1. Was ist das (übergeordnete) Ziel?

Um ein Ziel zu erreichen, muss man es auch kennen. Deshalb heißt es: Lernziele definieren! Außerdem sollten Sie sich klar darüber sein, was Sie mit der Digitalisierung der Seminare erreichen möchten. Warum sollen die Seminare digitalisiert werden?

2. Wer ist die Zielgruppe?

Sie sollten Ihre Zielgruppe gut kennen und möglichst genau beschreiben, damit die Lerninhalte optimal auf sie zugeschnitten werden können. Ein paar essenzielle Fragen, die Sie sich in Bezug auf Ihre Zielgruppe stellen sollten, sind folgende:

  • Wie ist die technologische Ausstattung? Haben alle Lernenden Zugriff auf einen Computer und/oder ein mobiles Endgerät, über das sie lernen können?
  • Wie steht es um die didaktische Kompetenz? Welche Lernmethoden und Lernmedien eignen sich für die Zielgruppe?
  • Gibt es Vorbehalte gegenüber E-Learning und/oder den zu schulenden Inhalten?

3. Welche Lerninhalte sollen digitalisiert werden?

Bei welchen Lerninhalten bietet E-Learning einen echten Mehrwert? Was sollte wiederum in Präsenz oder im Virtual Classroom mit Mentoring fortgeführt werden? Wie setzt sich sinnvolles Blended Learning zusammen?

Bei der Beantwortung dieser Fragen können Ihnen E-Learning Dienstleister zur Seite stehen. youknow unterstützt Sie in einer kostenlosen Erstberatung gerne dabei, eine Weiterbildungsstrategie zu entwickeln.

4. Wer muss intern in Ihrem Unternehmen alles in das Projekt einbezogen werden?

Beziehen Sie alle Stakeholder frühzeitig mit ein und holen Sie sich ggf. Informationen und Inhalte von Kolleg(inn)en ein, damit später alles wie am Schnürchen läuft.

5. Wie sollen die digitalen Lerninhalte verteilt werden?

Gibt es schon Lerntechnologien im Unternehmen oder muss erst einmal etwas neu aufgesetzt werden? Die gängigste Möglichkeit, um Lerninhalte zu verteilen, ist ein Learning Management System (LMS) .

6. Was kostet das Ganze an Zeit und Geld?

Bevor es losgeht, sollten Sie einen groben Kostenrahmen kennen. Dabei können Ihnen die Stakeholder oder auch externe Dienstleister helfen, bei denen Sie für bestimmte Leistungen Angebote einholen können.

7. Wie soll der Lernerfolg gemessen werden?

Definieren Sie Kriterien, anhand derer sich der Lernerfolg messen lässt. Wenn Sie ein LMS einsetzen, dann können Sie darüber die Leistungen Ihrer Zielgruppe reporten und Zertifikate vergeben.

8. Kann die geplante Digitalisierung intern gelöst werden oder wird Unterstützung von einem Dienstleister benötigt?

Auf diese Frage gehen wir im Folgenden Abschnitt näher ein.

Noch mehr Tipps, worauf Sie achten sollten, geben wir Ihnen in unserem Webinar am 30. September um 11 Uhr.

Lerninhalte digitalisieren: make or buy Decision

Grundsätzlich können Sie die Inhalte entweder in-house digitalisieren oder einen externen Dienstleister beauftragen. Die Dienstleistungen von E-Learning Anbietern reichen dabei von der Bereitstellung fertiger Lerninhalte (Standardcontent) über die Erstellung von individuellem Content bis hin zur ganzheitlichen strategischen Beratung.

Folgendes Dokument dient als Hilfestellung bei der make or buy decision. Finden Sie heraus, welche Lösung für Sie am besten geeignet ist:

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Fazit: Es kommt auf den richtigen Mix an. Entscheiden Sie themenspezifisch, was in-house produziert werden kann und was Sie extern umsetzen lassen – und was davon mit Standardcontent und was komplett individuell produziert werden soll.

Do it yourself

Sie möchten ganz pragmatisch mit E-Learning anfangen? In unserer Video-Serie Kleine Bissen Wissen geben wir Ihnen jede Menge Tipps an die Hand, wie Sie mit einfachen Tricks und Tools selbst digitale Lerninhalte erstellen können.

Wenn Sie umfangreiche digitale Schulungen in-house erstellen möchten, dann sind dafür professionelle Tools notwendig, wie z.B. ein Autorentool. Damit lassen sich unterschiedlichste Medien (Text, Bild, Ton, Video) zu interaktiven Trainings (Web-based Trainings) zusammenstellen und in verschiedenen Endformaten zur Verfügung zu stellen.

Verteilung der Lerninhalte

Die Lerninhalte stehen fest – stellt sich nun noch die Frage, wie sie zu Ihren Zielgruppen gelangen. Die gängigste Möglichkeit hierfür ist ein Learning Management System (LMS). Es ist der Dreh- und Angelpunkt der Weiterbildung im Unternehmen und beinhaltet sämtliche Lerneinheiten. Jeder Mitarbeitende kann darauf zugreifen und die ihm zugewiesenen Kurse oder Lernmodule absolvieren.

Für die Abteilungen HR und L&D haben Learning Management Systeme den Vorteil, dass sämtliche Lernaktivitäten zentral geplant durchgeführt und detailliert ausgewertet werden können.

Motivation: Der Schlüssel zum Lernerfolg

Motivation ist für den Lernerfolg entscheidend. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Zielgruppen mit ins Boot holen und Ihnen zu allererst einmal klar machen, WARUM sie etwas lernen sollen. Ist Ihre Zielgruppe an Präsenzschulungen gewöhnt und gibt es vielleicht sogar Vorbehalte gegenüber digitalem Lernen? Dann gilt es, zuerst Akzeptanz für E-Learning zu schaffen. Dafür eignet sich zum Beispiel eine Auftaktveranstaltung in Präsenz oder auch ein Erklärvideo, das das anstehende Training vorstellt. Denn Erklärfilme eignen sich ideal, um mittels Storytelling die Zielgruppe emotional anzusprechen.

In unserem Blogartikel Tipps für Akzeptanz im E-Learning erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Mitarbeitenden für Corporate Learning begeistern können. Außerdem bieten wir am 29. September ein Webinar zum Thema Akzeptanz und Motivation im E-Learning an. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Webinar am 30. September Von der Präsenz ins Digitale

Wie Sie erfolgreich Seminare in digitale Trainings verwandeln

Sie möchten tiefer ins Thema einsteigen und sich mit uns austauschen? Dann registrieren Sie sich kostenfrei für unser Webinar am Mittwoch, den 30. September, 11 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

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